Geschichtes des Wohnheims Sunneschyn
| Ende des 19. Jahrhunderts |
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Das heutige Wohnheim Sunneschyn wird an der Mühlegasse
15 vom Regierungsstatthalter erbaut und dient ihm als
Wohnsitz. Später kommt es durch eine Schenkung
in den Besitz der Evangelischen Gesellschaft des Kantons
Bern, heute EvangelischesGemeinschaftswerk, EGW.
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| 1970 |
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Gründung durch Johann Stettler, Prediger von Wangen an
der Aare. Er ergreift die Initiative, um in diesem Haus
ein Zuhause für behinderte"Töchter" anzubieten.
Mit viel freiwilliger Arbeit wird das Haus mit verschiedenen
Zimmern für diese Aufgabe hergerichtet.
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| November 1970 |
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Die ersten Frauen und auch ein Mann treten ein. Die
Heimbewohnerinnen arbeiten extern in der geschützten Werkstatt
RAZ Herzogenbuchsee oder auch in der freien Wirtschaft. Frau
Paula Müller als Heimleiterin führt dieses Heim im
ersten Jahr auf privater Basis. Danach wird es als diakonischer
Zweig ins Evangelische Gemeinschaftswerk aufgenommen. Nach
einiger Betriebszeit übernimmt die Invalidenversicherung
auch einen Teil der Betriebskosten.
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| 1976 |
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Die Heimleitung wird von Frau Paula Müller an Frau Anna
Jakob übergeben.
Am
Gebäude werden laufend Anpassungen und Erweiterungen vorgenommen.
Verschiedene Anlässe bieten Nachbarn und Freunden die Gelegenheit,das
Töchterheim und deren Bewohnerinnen kennenzulernen oder
bestehendeKontakte zu vertiefen.
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| 1982 |
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Erneut besteht ein Wechsel der Heimleiterin an. Frau Gertrud
Wyss übernimmt die Heimleitung.
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| 1992 |
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Das „Töchterheim Sunneschyn“ wird in „Wohnheim Sunneschyn“ umbenannt.
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| 1998 |
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Gertrud Wyss wird nach 16 Jahren pensioniert und Frau Dora
Wagner übernimmt die Heimleitung.
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| 2002 |
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Das Wohnheim Sunneschyn wird nach IV / BSV Norm 2000 zertifiziert.
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| 2004 |
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Das Wohnheim ist ab jetzt auch im Internet unter www.sunneschyn-wiedlisbach.ch erreichbar.
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| 2006 |
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Andrea und Kurt Früh übernehmen als Heimleiterehepaar
die Heimleitung.
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| 2008 |
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Aufgrund der Geburt des dritten Kindes in der Familie Früh
einerseits, andererseits auch wegen des sich während den letzten
zwei Jahren stark veränderten Aufgabenbereichs der Heimleitungsstelle,
führt Kurt Früh seit April 2008 das Wohnheim allein. |
30 Jahr Wohnheim Sunneschyn Wiedlisbach
Ä Rückblick
verfasst vo dr Gertrud Wyss, Heimleiterin i de Jahr 1982
- 1998
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Das schöne Huus a der Mühligass
ds Wiedlisbach het der Evang. Gesellschaft,
(em hütige Evangelische Gemeinschaftswärk)
ghört. Der Herr Johann Stettler, Prediger
ds Wange, het gfunge, me sötti das
Huus chly besser nutze, vielecht öpper
ufnäh, wo ehnder uf der Schattesyte
vom Läbe steit. Zersch het är
eigentlich a strafentlasseni Froue dänk.
Es het natürlech viel Gspräch
mit verschiedene Lüt brucht. |
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Unger angerem het me derzue ou d‘ Frou
Verena Felber, Fürsorgere, iglade.
Sie het bi der Pro Infirmis gschaffet und
drum gwüsst, wie schwierig dass es
mängisch isch, geischtigbehindereti
Lüt ungersbringe. Es isch o grad die
Zyt gsy, wo me mit gschützte Wärchstätte
für Behinderti het agfange. Drum hets
viel Wohnheimplätz brucht. So isch
me sich einig worde, dass me behinderti
Froue und Töchtere wöll ufnäh.
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Me het däm Huus der schön Name gäh: „Evangelisches
Töchterheim
Sunneschyn“ Wohnheim für behinderte Töchter. Der Herr Stettler het scho öpper
gwüsst, wo als Husmueter i Frag
cho isch: D‘ Frou Poula Müller us Ostermundige, e liebi müetterlechi
Frou. Sie het ihre Dienscht im Herbscht 1970 aaträtte.
Bevor das Huus
het sym schöne Zwäck chönne zuegfüehrt wärde,
het no allerhand müesse umbout sy, Zimmer renoviert, Möbel, Wösch
und Gschirr sy agschaffet worde. Da sy du die Lüt vo der Gmein vom
hütige
EGW gfragt gsy, und hei sech o tatkräftig ygsetzt. E grossi Heimkommission
isch gwählt worde, mit Verträter vo der politische Gmein Wiedlisbach,
der Chirchgmein Oberbipp und vom EGW. Verhandlige mit der IV und der Gsundheits-
und Fürsorgediräktion hei müesse gfüehrt wärde.
U Afangs Novämber hei die erschte Pensionärinnne und sogar für
churzy Zyt e Pensionär chönne yzieh. Gly isch das Huus gfüllt
gsy, will ja dennzumal Heimplätz sy rar gsy.
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Aller Anfang isch schwär – das het sicher ou d‘ Frou Müller
erfahre. Sie het das Ganze müesse organisiere, und allem
a het d‘ Heimkommission gfunde, e Hushalt vo nüün Pärsone
ds füehre, das syg nid so grüeseli, das chönn
d‘ Frou Müller scho allei. Sie het öppe e Ushilf gha
für ds glette, putze und für e Garte.
Aber sälte
oder nie e frei Abe und o a de Wuchenändi so fescht abunde
sy.....? |
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Derzue isch mit de Finanze nid alles greglet gsy, item,
kei eifachi Zyt für die Husmueter. Ou ihri Wohnsituation
isch nid erfreulich gsy.
Trotzdäm het sie einisch gseit,
für sie syg das fasch die schönschti Zyt vo ihrem
Läbe gsy. Leider het sie nach sächs Jahr das Amt
müesse abgäh, gsundheitshalber. |
I der Pärson vo der Frou Jakob het me ganz e guete
Ersatz gfunde. Sie het viel Heim-Erfahrig gha, und vorhär scho
verschiedeni Heim gleitet. So het sie das Heimschiffli sicher dür
alli Klippe gfüehrt. Sie het
aber ou gfunde, für de Bedürfnis vo de Bewohner chönne
grächt
ds wärde, müess sie e Hilf ha und het se gfunde ire früechere
Mitarbeitere. Damit die Beide chly komfortabler chönne wohne,
het me im Dachstock zwöi Zimmer bout, es Badzimmer und no es Zimmer
für ne
Pensionärin. Zu der Zyt vo der Frou Jakob het me nid Müeih
gha, das Heim ds belege.
Wieder nach sächs Jahr het leider d‘ Frou
Jakob die Arbeit ere jüngere
Pärson müesse abghä. Sie het zwar nach ihrer Chündigung
no lang müesse warte, bis sie het chönne abträtte.
Allem na het niemer grosses Inträssi gha, sich so fescht i ne
Arbeit ine ds gäh.
D‘ Frou Jakob het aber du ihrer Nachfolgere no rächt pfadet,
so punkto Freizyt.
Die Schrybendi isch du im Sunneschyn Husmueter
worde. Es isch für mi e
rich usgfüllti, aber o e rich erfüllti Zyt gsy. Wie guet,
dass es so ne Yrichtig wie ds Regionale Arbeitszäntrum Herzogenbuchsee
git. Zersch hei einzelni Froue no am ne angere Ort gschaffet, mit
der Zyt du aber alli im RAZ. So isch ihre Tag mit ere sinnvolle
Arbeit usgfüllt gsy.
Mir sy o geng alli guet und wohlwollend
ufgnoh gsy im Stedtli Wiedlisbach.
I der Gmein vom EGW ds Wange
sy d‘ Froue guet integriert gsy und hei sech geng
wohlgfüehlt, we mir dert der Gottesdienscht bsuecht hei.
I
der IV-Sportgruppe hei meh oder weniger alli mit Freude bim Turne
und Schwümme
mitgmacht. So sy sie nach dere länge Sitz-Arbeit doch körperlich
no gforderet worde und d‘ Sportgruppe het ja ou geng allerlei
Aktivitäte
organisiert a de Wucheändi.
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Natürlech het‘s ou geng viel Neus
und vieli Aenderige gäh:
Ds Dach het
neu müesse deckt sy, Outounterstand,
neui Chuchi, neus Badzimmer, Zimmerrenovatione,
konfortableri Bett, e Wohnig für die
neui Heimleitere im Dachstock und Estrich......... |
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Wo sy du im RAZ es grosses Wohnheim
hei boue und süsch viel Wohnheim
sy ufgange, hei mir das meh und meh ds
gspüre übercho.
Mir hei geng
meh Müeih gha we öpper ds Heim
verlah het, dä Platz wieder ds belege.
Mängisch het me de öpper ufgnoh,
wo nid so ganz ynepasst het. De hets
de Schwierigkeite gäh. |
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